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	<title>Fußball Taktik Blog - RasenSchach</title>
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	<description>Aus Liebe zum Spiel.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 May 2012 14:30:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gier ist geil.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 14:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Sieler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußballspieler]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[BVB]]></category>
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		<category><![CDATA[Jürgen Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kehl]]></category>

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		<description><![CDATA[Hungrig auf Erfolg tritt der BVB auch im Cup-Finale auf und gewinnt gegen den FC Bayern München den DFB Pokal. Sturm und Drang einer bekloppten Jugend? Mitnichten, auch ältere Semester wie Sebastian Kehl zeigen sich noch immer unersättlich. DFB-Pokal wollen &#8220;Der Begriff Gier sollte ausdrücken, dass uns das normale Gewinnen nicht ausreicht. Es darf sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hungrig auf Erfolg tritt der BVB auch im Cup-Finale auf und gewinnt gegen den FC Bayern München den DFB Pokal. Sturm und Drang einer bekloppten Jugend? Mitnichten, auch ältere Semester wie Sebastian Kehl zeigen sich noch immer unersättlich.</p>
<p><span id="more-1842"></span></p>
<h4>DFB-Pokal wollen</h4>
<p>&#8220;Der Begriff Gier sollte ausdrücken, dass uns das normale Gewinnen nicht ausreicht. Es darf sich keine Sattheit, keine Zufriedenheit breitmachen&#8221;,  umschrieb Jürgen Klopp in einem SZ-Interview im Vorfeld des Cup-Endspiels Auftreten und Einstellung seines Teams während der abgelaufenen Saison. &#8220;Wir haben alle eine extreme Lust aufs Gewinnen&#8221;, sprach der Double-Trainer das an, was seine Elf dann am Samstag auf das Sportfeld im Berliner Olympiastadion brachte. Der Eindruck: Die Spieler von Borussia Dortmund wollen siegen. In jeder Partie. Beim Finalgegner sah das anders aus: Der FC Bayern München muss erfolgreich sein. Zum gewinnen verdammt. Aus &#8220;mia san mia&#8221; wird da schnell &#8221; wir sind zu gut für den zweiten Platz&#8221;.</p>
<h4>BVB-Erfolgsmischung</h4>
<p>Wir wissen, &#8220;dass wir eine besonders günstige Konstellation haben&#8221;, ergänzt Klopp seine Ausführungen. Leicht könnte das dynamische Spiel, Druck, Leidenschaft und Tempo der BVB-Equipe mit einer jugendlichen Unbändigkeit verwechselt werden. Unbekümmertheit und Einsatzwille aus Mangel an Erfahrung. Etwa 22,8 Jahre sind die Kicker von Nullneun im Schnitt alt. Und sicher, Hummels, Subotic, Bender,  Götze, Kagawa und Lewandowski sind gemittelt gerade einmal 22,3 Jahre auf dieser Welt. Ihr Talent gepaart mit juveniler Energie &#8211; ist das schon das Rezept des BVB? Natürlich nicht. Zum einen schnüren auch Lukasz Piszcek, Jakub Blaszczykowski und Lucas Barrios sowie Feilipe Santana recht erfolgreiche ihre Fußballschuhe für den Verein vom Borsigplatz. Mit 26 bzw. 27 Jahren im perfekten Fußballeralter. Zum anderen stehen mit Roman Weidenfeller (31), Patrick Owomoyela (32), Antonio da Silva (33) und Sebastian Kehl (32) ebenso ältere Semester im Aufgebot.</p>
<h4></div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-03"></h4>
<h4>BVB-Kapitän geht voran</h4>
<p>Auch sie versprühen pure Lust aufs Gewinnen. Für mich verkörperte Sebastian Kehl mit seiner überdurchschnittliche Leistung während der gesamten Saison diese &#8216;Gier aufs Bessersein&#8217;. Es geht Klopp und seinem Team nicht in erster Linie um das Titelsammeln, um das Mehr, Schneller, Größer und Weiter. Nicht um das Ungezügelte oder ein dekadentes Raffen.Bewusst stellt der Meister-Coach die angesprochene Gier in eine Reihe mit positiv besetzten Vokabeln: &#8220;Ich erinnere an folgende Begriffe: wissbegierig, lernbegierig, neugierig&#8221;. Einen Schritt weiter gehen, die Leistungsgrenze noch etwas mehr nach vorne schieben. Willig zeigte sich in diesem Sinne besonders der BVB-Kapitän.</p>
<h4>Erfahren und erfolgreich</h4>
<p>Mit 254 Ligapartien in zwölf Spielzeiten ist Sebastian Kehl nach Roman Weidenfeller der erfahrenste Kicker in der Stammformation der Borussia. Über hundert Spiele weniger weist als nächster beispielsweise Kuba auf. Und Kehl hatte vor Klopps Engagement in Dortmund bereits einiges erreicht: Meister in der Saison 2001/02, Nationalspieler und Vize-Weltmeister bei der WM 2002 sowie dritter bei der WM 2006. Danach warfen ihn einige schwere Verletzungen immer wieder zurück. Das Comeback in diesem Jahr erscheint umso erstaunlicher, als Kehl in der Vorsaison gerade einmal 6 Ligaspiele absolvierte und davon auch nur eines komplett. Auch 2009/10 kam der Hesse verletzungsbedingt über 6 Einsätze nicht hinaus.</p>
<div id="attachment_1845" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/Kehl-Klinsmann.jpg"><img class="size-full wp-image-1845   " title="Kehl und Klinsmann" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/Kehl-Klinsmann.jpg" alt="Nationalspieler Sebastian Kehl" width="600" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Auch DFB-Trainer Jürgen Klinsmann setzte auf Sebastian Kehl</p></div>
<h4>Kehls BVB</h4>
<p>Separates the men from the boys: Bock auf Leistung. &#8220;Es hat wieder Spaß gemacht, in dieser Mannschaft zu spielen und der Kapitän zu sein&#8221;, sagte Kehl vor dem Pokal-Finale recht nüchtern in einem Bericht von <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2011/0000210831.php">bundesliga.de</a></span> zur abgelaufenen Saison. Um zu verstehen, wieviel Anteil er am zweiten Titel in Folge sowie am Cup-Gewinn hat, muss man schon seinen Trainer fragen. &#8220;Es ist seine Mannschaft&#8221;, gibt der an selber Stelle recht freimütig zu. Vor jedem Match richte der Kapitän beispielsweise ein paar Worte an die Mannschaft &#8220;und nach der Ansprache denkst du, jetzt kannst du alles schaffen&#8221;, berichtet Klopp. Angesprochen auf das mögliche Double blitzt Kehls Gier im kloppschen Sinne dann doch auch: &#8220;Diese Möglichkeit kommt nicht jedes Jahr. Ich will sie unbedingt beim Schopf packen&#8221;. <a href="http://ballverliebt.eu/2012/05/13/dortmund-zerlegt-die-bayern-52-der-bvb-holt-hochverdient-auch-den-pokal/">Mit dem 5:2 gegen die Bayern ist das recht eindrucksvoll gelungen</a>. Hoffen wir, dass die Spieler des FCB eine ähnliche Gier im Champions League Finale an den Tag legen. Dabei sind sie ja schon mal, wie Uli Hoeneß es einst forderte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bilder: *<a href="http://www.flickr.com/photos/hertzen/">Viktor Hertz</a>, **<a href="http://www.flickr.com/photos/naturalblu/">NaturalBlu</a></p>
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		<title>Badstuber: Der unwahrscheinliche Pokalheld</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 21:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[DFB Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Spielaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Bayern &#8211; Dortmund ist das Beste, was der deutsche Vereinsfußball derzeit zu bieten hat. Die Schlagzeilen der Gazetten werden von den Offensivkünstlern der Teams dominiert. Dabei steht im Abwehrzentrum der Bayern Badstuber, der für einen roten Pokalerfolg immens wichtig ist. Nicht zuletzt, weil es in dieser Saison sein einziges Finale in Rot sein wird. Ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bayern &#8211; Dortmund ist das Beste, was der deutsche Vereinsfußball derzeit zu bieten hat. Die Schlagzeilen der Gazetten werden von den Offensivkünstlern der Teams dominiert. Dabei steht im Abwehrzentrum der Bayern Badstuber, der für einen roten Pokalerfolg immens wichtig ist. Nicht zuletzt, weil es in dieser Saison sein einziges Finale in Rot sein wird.<span id="more-1831"></span></p>
<p>Ganz Fußballdeutschland schwärmt im Vorfeld des Pokalfinals von den Offensivvirtuosen aus Bayern und Dortmund. Natürlich, Ribery, Robben und Gomez werden auf der einen, Lewandowski, Götze und Kagawa auf der anderen Seite für Highlights sorgen. Fokus liegt auch auf den Außenverteidigern, wohl eher aber wegen der <a title="Die SZ trauert Alaba und Piszchek nach" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/problemstelle-im-deutschen-em-kader-sehnsucht-nach-alaba-1.1352518" target="_blank">hausgemachten Probleme in der Nationalmannschaft</a> in dem Bereich. Nein, mit Holger Badstuber spielt Einer in der Bayern-Abwehr, den verhältnismäßig selten die mediale Aufmerksamkeit trifft. Der aber für den Erfolg des Rekordmeisters mindestens so wichtig ist wie Robbery.</p>
<h4>Leistungsträger im Schnellverfahren</h4>
<p>Vielleicht ist es die Selbstverständlichkeit, mit der Badstuber mittlerweile als Abwehrchef auftritt, die vergessen lässt, dass er gerade einmal seine dritte Profi-Saison spielt. In der Spielzeit 2009/2010 war der Bohei um den 23-Jährigen ungemein größer, nicht unähnlich der Lobhudelei derzeit auf Alaba. Er und Müller waren Shooting-Stars. Zumindest für Badstuber kam aber die WM in dem Sommer noch zu früh. Auf der ungewohnten Außenposition ließ er klar Defizite erkennen. Doch das Potential, das Löw &#8220;damals&#8221; schon in Badstuber erkannte, bestätigte dieser in der Folgezeit. In der abgelaufenen Saison war er einer der wenigen Münchner, der durchweg seine beste Leistung abrief, in der Defensive der Einzige. In diesem Sommer wird er auf Löws Mannschaftszettel zu recht einer der Ersten sein.</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-05"></p>
<div id="attachment_1835" class="wp-caption alignright" style="width: 311px"><img class="size-large wp-image-1835" title="badstuberoeffnung" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/badstuberoeffnung-301x494.png" alt="" width="301" height="494" /><p class="wp-caption-text">Schweinsteiger (31) lässt sich in den Freiraum fallen, Badstuber (28) spielt an ihm vorbei auf Kroos (39).</p></div>
<p>Zurzeit wird viel von einer neuen Generation der (Innen-)Verteidiger geredet, Badstuber und Hummels seien Vorreiter. Auch in der Vergangenheit gab es genügend Abwehrrecken, die auch feine Pässe schlagen konnten. Genauso können die Jungen heute hinlangen, wenn Not am Mann ist. Allerdings haben sich auf höchstem Niveau die Anforderungen an Innenverteidiger auch geändert. Der öffende Pass <strong>muss</strong> heute im Repertoire sein. Die Spieleröffnung obliegt nicht mehr dem Mittelfeldmaestro, sondern den Innenverteidigern. (Oder teils auch den <a title="Modernes Torhüterspiel" href="http://www.rasen-schach.de/2012/02/01/red-devil-1/" target="_blank">ganz modernen Torhütern</a>.) Badstuber ist sicher einer der passstärksten Verteidiger der Liga. Gegen Dortmund kommt dabei eine Menge Arbeit auf ihn zu. Während sich viele Teams gegen die spielerische Übermacht der Bayern einigeln und die Münchner Handball spielen lassen. Dortmund wird die Roten pressen. Lewandowski und besonders Kagawa werden jede Möglichkeit nutzen die Verteidiger anzulaufen und unter Druck zu setzen.</p>
<h4>Risiko im Spielaufbau kann sich lohnen</h4>
<p>Keine leichte Aufgabe für Badstuber &amp; Co. Aber hier liegt auch eine Chance für das Bayern-Spiel: Eine risikoreiche Spieleröffnung kann die gut organsierte Dortmunder Truppe aus den Angeln heben. Mit Badstuber haben die Bayern einen, der solche Pässe spielen kann. Rechts eine Möglichkeit: Bayern hat auf der linken Abwehrseite den Ball (Badstuber mit der 28), die Außenverteidiger sind weit aufgerückt. Die Münchner machen das Spiel breit, während Dortmund das Spielfeld möglichst kleinhalten will. Badstuber wird vom ersten Dortmunder angelaufen. In den Freiraum im Rücken des linken Außenverteidigers lässt sich Schweinsteiger (31) fallen und bietet sich an. Das Dortmunder Mittelfeld folgt ihm, da sie eine Verlagerung des Spiels auf links erwarten. Badstuber hat allerdings auch die Option an Schweinsteiger vorbei auf Kroos (39) zu passen. Den Raum hat Schweinsteiger mit seinem Lauf geöffnet.</p>
<p>Auf der Gegenseite nutzt Hummels diese Variante häufig. Aber auch Badstuber kann so einen Ball an den Mann bringen. Das wichtige aber, sie <strong>können</strong> es, denn solch eine Eröffnung ist auch mit viel Risiko verbunden. Landet der Ball beim Gegner, ist der häufig in Überzahl in einer guten Feldposition. Ein guter Spielaufbau hängt natürlich nicht allein vom Passgeber in der Verteidigung ab. Die Laufwege (hier) in der Spielfeldmitte müssen genau so stimmen, wie das Verschieben der restlichen Mannschaft.</p>
<p><strong>Zur weiteren Lektüre legen wir euch außerdem folgende Artikel ans Herz:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Dortmunder Spielaufbau fast erfroren" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/02/04/dortmunder-spielaufbau-fast-erfroren/">Dortmunder Spielaufbau fast erfroren</a></li>
<li><a title="Taktik-Trend: Verteidiger im Spielaufbau" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/01/08/taktik-trend-bei-verteidigern/">Taktik-Trend: Verteidiger im Spielaufbau</a></li>
<li><a title="Dortmund in Meisterform" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2011/11/22/dortmund-in-meisterform/">Dortmund in Meisterform</a></li>
<li><a title="Was bedeutet der Reus-Wechsel für Bayern und Fußballdeutschland?" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/01/06/was-bedeutet-der-reus-wechsel-fur-bayern-und-fusballdeutschland/">Was bedeutet der Reus-Wechsel für Bayern und Fußballdeutschland?</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>¡Hasta la victoria siempre!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Obloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Athletic Bilbao]]></category>
		<category><![CDATA[Atletico Madrid]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im rein spanischen Euro League-Finale bezwingt Atletico Madrid Athletic Bilbao mit 3:0. Am Ende eines taktisch sehr interessanten Endspiels steht zweifelslos ein verdienter Sieger. Auch wenn man festhalten muss, dass Bilbao mit diesem Ergebnis unter Wert geschlagen ist. Athletic Bilbao intensiv und mit guter Raumaufteilung Denn die Basken haben eine hervorragende Einstellung und waren dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im rein spanischen Euro League-Finale bezwingt Atletico Madrid Athletic Bilbao mit 3:0. Am Ende eines taktisch sehr interessanten Endspiels steht zweifelslos ein verdienter Sieger. Auch wenn man festhalten muss, dass Bilbao mit diesem Ergebnis unter Wert geschlagen ist.<span id="more-1821"></span></p>
<h4>Athletic Bilbao intensiv und mit guter Raumaufteilung</h4>
<p>Denn die Basken haben eine hervorragende Einstellung und waren dem Hauptstadtklub weitestgehend ebenbürtig. Bemerkenswert die hervorragende Raumaufteilung im Offensivspiel der Mannschaft von Coach Bielsa. Seine Mannschaft war viel unterwegs und immer gewillt viele kurze Anspielstationen zu bieten, um den Ball spielerisch nach vorne zu tragen. Gegen die eine Spitze Madrids machten die beiden Innenverteidiger das Spiel oftmals geschickt breit und schalteten sich nach guten Spielverlagerungen mit in die Offensive ein (siehe Schema). Dadurch entstand eine kurzzeitige Überzahl auf einer Seite, mit der das Simeone-Team über weite Strecken der ersten Halbzeit Probleme hatte. Aber schon in dieser Phase konnte die spielerische Überlegenheit  viel zu selten genutzt werden, um über den Flügel in den Rücken der Abwehr vorzudringen.</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-07"></p>
<p><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/madridbilbao.png"><img class="alignright size-large wp-image-1822" title="madridbilbao" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/madridbilbao-301x494.png" alt="" width="301" height="494" /></a>Atletico Madrid überzeugte mit einer beeindruckenden Zielstrebigkeit auf dem Weg zum Tor. Diego, Adrian, Turan und allem vorweg Falcao bedeuteten für Bilbao bei jedem Angriff höchste Gefahr. Madrid organisierte seinen Abwehrverbund im Laufe des Spiels tiefer und agierte im Abwehrpressing, wobei im 4-1-4-1 System gegen den Ball viele Bälle im Zentrum gewonnen werden konnten. Trotz Zweitoreführung sorgten die rot-weißen durch Ihre laufintensiven Konter bis zum Schluss für Stress bei Bilbao. Um den Knockout zu vermeiden, mussten die Basken nach jedem Ballverlust einen enorm hohen Aufwand betreiben, um den Ball zurückzugewinnen und selbst die nächste Angriffswelle zu starten.</p>
<h4>Atletico Madrid abgezockt und dem besseren Goalgetter</h4>
<p>Am Ende siegte mit Madrid das etwas coolere und technisch sauberere Team, dem an diesem Abend aber auch alle Entscheidungen zufielen. Beim 1:0 und 3:0 doppelt Bilbao im eigenen Strafraum schlecht, was Weltklassespieler wie Falcao und Diego bestrafen. Dem 2:0 durch Falcao ging ein fataler Ballverlust von Bilbao am eigenen Strafraum voraus. Mit Falcao trumpfte nur einer der beiden Topstürmer groß auf. Llorente agierte unglücklich und konnte dem Spiel nie seinen Stempel aufdrücken. Bilbao versuchte alles, das Spiel nach dem Wechsel zu kippen und kam speziell zwischen der 70. Und 80. Minute zu guten Möglichkeiten, das Spiel wieder offen zu gestalten. Stattdessen sorgte ein weiterer Atletico-Konter für die Entscheidung.</p>
<p><strong>Artikel, die wir euch außerdem ans Herz legen:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Spanien nach dem CL-Aus" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/05/04/spanien-nach-dem-cl-aus/">Spanien nach dem CL-Aus</a></li>
<li><a title="Monsieur Platini," rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/05/03/monsieur-platini/">Monsieur Platini,</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Mach et jut Poldi, Bayern machen&#8217;s besser</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 18:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Köln]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Neun Spiele in der Konferenz überfordern mich, man wird ja älter. Grund genug um in Köln-Müngersdorf Abschied vom Prinzen zu nehmen und Bayerns CL-Final-11 genauer unter die Lupe zu nehmen.Seit Dortmund wieder Abomeister ist, stellt sich an 34. Spieltagen kaum noch Spannung ein: Den letzten Teilnehmer in der Euro League-Quali und den Relgationsplatz galt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neun Spiele in der Konferenz überfordern mich, man wird ja älter. Grund genug um in Köln-Müngersdorf Abschied vom Prinzen zu nehmen und Bayerns CL-Final-11 genauer unter die Lupe zu nehmen.<span id="more-1806"></span>Seit Dortmund wieder Abomeister ist, stellt sich an 34. Spieltagen kaum noch Spannung ein: Den letzten Teilnehmer in der Euro League-Quali und den Relgationsplatz galt es noch auszuspielen. Da schielt man eher auf die anstehenden Finals und träumt vom EM-Triumph. Auch Jupp Heynckes plant für die nächsten Wochen vor. Im CL-Finale muss er auf Alaba, Badstuber und Gustavo <a title="kicker protestiert gegen Gelbsperren" href="http://www.rasen-schach.de/2012/05/03/monsieur-platini/" target="_blank">verzichten</a>. Gegen Köln testete er Alternativen.</p>
<p>Der Ausfall von Holger Badstuber wiegt sicher am schwersten. Er ist ein wichtiger Bestandteil der Bayern-Rumpfelf, die sich teils durch Leistung, teils durch mangelnde Alternative in dieser Saison fand. Viele Stellschrauben bleiben da nicht. Für Badstuber rückte Tymoshchuk in die Mannschaft. Den zuletzt guten Alaba ersetze Contento, so blieb Lahm auf rechts. Schweinsteiger, Kroos und Müller bildeten das zentrale Mittelfeld. Der Testgegner war auch gut gewählt: Für Köln ging es schließlich gegen den Abstieg. Den 1. Sohn der Stadt wollte man aus dem Oberhaus verabschieden, nicht anders herum.</p>
<h4>Wo sollen sie&#8217;s auch hernehmen</h4>
<p>Auf dem Platz sah man davon herzlich wenig. Der FC war völlig verunsichert, igelte sich in Halbzeit 1 fast durchgehend in der eigenen Hälfte ein. Nicht verwunderlich, wenn beim Abstiegskandidaten ein Champions League-Finalist gastiert. Allerdings hatte Köln auch Angst vor der eigenen Courage. Bezeichnend war ein Sturmlauf Lanigs nach etwa 25 Minuten, wo er zwei, drei Bayern aussteigen ließ und eine gute Chance für Podolski einleitete. Das erste Mal war der FC gefährlich vor&#8217;s Tor gekommen. In der Folgeszene schickten sie mehr Leute nach vorne, verloren den Ball und kamen hinten in Unterzahl mächtig ins Schwimmen. Damit lassen sich auch die Offensivbemühungen Kölns in Halbzeit 1 sümmieren. Bis zum Seitenwechsel probierten sie es nicht erneut. Von weiten Bällen auf Podolski mal abgesehen.</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-09"></p>
<p>Anders dagegen die Bayern. Notnagel Contento war hier ein Aktivposten, harmonierte gut mit Ribery. Die linke Seite war auffälliger, auch wenn über rechts das 1:0 fiel. Der Modus war häufig derselbe. Mit Robbery, Müller und dem jeweiligen Außenverteidiger überlud man die Flanke, zog dann geschlossen in die Mitte. Hatte der ballführende Spieler anschließend so viel Freiraum wie Lahm vor dem 1:0, kamen die Münchner leicht zu Chancen. Im Hinblick auf das Testszenario hat die Hereinnahme von Contento hier gut funktioniert. Robben und Lahm klicken auf rechts auch besser als der Holländer das je mit Rafinha tat. Alabas Ausfall scheint kompensierbar, Wohl und Wehe des FC Bayern hängen nicht vom 19-Jährigen ab.</p>
<div id="attachment_1813" class="wp-caption aligncenter" style="width: 504px"><a href="http://www.flickr.com/photos/30478819@N08/6779526790/sizes/l/in/photostream/"><img class="size-large wp-image-1813" title="6779526790_8402d63248_b" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/6779526790_8402d63248_b1-494x327.jpg" alt="" width="494" height="327" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn der Geißbock zum Prinzen betet... (Flickr, cc: wuestenigel)</p></div>
<p>Bei Badstuber sieht das anders aus. Dass mit Tymoshchuk kein gelernter Innenverteidiger neben Boateng auflief, war in vielen Zweikämpfen ersichtlich, nicht zuletzt im verlorenen Laufduell mit Podolski vorm 1:3-Anschlusstreffer. Mit Badstuber fehlt allerdings auch einer der wichtigsten Spieleröffner im Bayernspiel. Tymoshchuk kann diese Rolle nicht übernehmen. Wurde er unter Druck gesetzt, landeten viele seiner Bälle bei Neuer. Anspielstationen in der Spitze oder auf den Flügeln suchte er selten, noch seltener fand er sie auch. Diesen Ausfall müssen die Bayern im System abfangen: Schweinsteiger und Kroos auf der Doppel-6 war die Antwort, die pass- und ballsicherste Kombo. Kroos scheint (vorerst) seinen Frieden mit der Position gefunden zu haben. Die Freiräume, die er von den Kölnern bekam, wusste er zu nutzen.</p>
<h4>Köln ist nicht London</h4>
<p>Das Kölner Spiel war noch mal eine gute Zusammenfassung der abgelaufenen Saison: teilweise kopflos, irgendwann mit dem Mut der Verzweiflung und schließlich Auflösungserscheinungen, auf den Tribünen der normale Wahnsinn. Man ergibt sich seinem Schicksal. Vielleicht war man in Gedanken auch schon bei der Relegation gegen Düsseldorf. Bayern war &#8211; fast durchweg &#8211; konzentriert. Nach dem 3:0 driftete man wieder in die Zerstückelungen aus der Hinrunde ab. Die Granden aus der Offensive wünschten bei Ballverlusten der Abwehr alles Gute. Als klar war, dass Gomez aus dem Rennen um die Torjägerkanone raus war, stellte man auch das wieder ab. Letztlich war das aber nur die Probe zur Generalprobe. Vor&#8217;m Finale dahoam hat der liebe Fußballgott noch das Finale in Berlin gestellt.</p>
<p><strong>Artikel, die wir euch außerdem an&#8217;s Herz legen:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Was bedeutet der Reus-Wechsel für Bayern und Fußballdeutschland?" rel="bookmark" href="http://www.rasen-schach.de/2012/01/06/was-bedeutet-der-reus-wechsel-fur-bayern-und-fusballdeutschland/">Was bedeutet der Reus-Wechsel für Bayern und Fußballdeutschland?</a></li>
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		<title>Spanien nach dem CL-Aus</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 21:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Sieler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Europameisterschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die spanische Nationalmannschaft findet nicht über München den Weg nach Kiew. Mit Barca und Real Madrid ist ein Großteil der iberischen Balltreter nicht mehr in der Champions League vertreten. Das Ausscheiden der Blaugrana gegen Chelsea offenbarte dabei auch ein Problem der Nationalelf. Blaugrana Blues Beide Partien der Vorschlussrunde in der Königsklasse zwischen dem FC Barcelona [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die spanische Nationalmannschaft findet nicht über München den Weg nach Kiew. Mit Barca und Real Madrid ist ein Großteil der iberischen Balltreter nicht mehr in der Champions League vertreten. Das Ausscheiden der Blaugrana gegen Chelsea offenbarte dabei auch ein Problem der Nationalelf.<span id="more-1786"></span></p>
<h4>Blaugrana Blues</h4>
<p>Beide Partien der Vorschlussrunde in der Königsklasse zwischen dem FC Barcelona und dem Abramowitsch-Klub aus London dominierte das Team von Pep Guardiola. Für jeden Betrachter war die spielerische und taktische Überlegenheit von Xavi, Inesta und Co. mit bloßen Fingern zu greifen. Am Ende gewannen jedoch die Jungs von der Stamford Bridge. Der Blues spielte in Katalonien. Zumal am Ende auch die Meisterschaft gegen Real verloren ging.</p>
<h4>Finale gebucht</h4>
<p>Was war geschehen? Eigentlich sah alles nach einem einfachen Rechenbeispiel aus: Ein Barca, das vor dem Semi-Finale nach ein paar schwächeren Momenten in der Liga wieder auf dem üblichen Niveau agierte. Auf bis vier Punkte war man am 34. Spieltag an den Rivalen aus der spanischen Hauptstadt herangerückt. Die Blues, auf die man am darauf folgenden Mittwoch traf, waren zu diesem Zeitpunkt gerade auf Platz sechs der Premiere League abgesackt. Mit Roberto di Matteo stand dem Londoner Klub zudem seit kurzem ein eher schwacher Übungsleiter vor, der in John Terry einen ambitionierten Spielertrainer zur Seite hatte. Überhaupt galt dieses Chelsea als durchweg überaltert und uninspiriert. Quasi noch von Mourinhos Gnaden. Weit über den Zenit schienen Drogba, Lampard und Co. Also nur eine Frage blieb: Wie gütig würde Barca mit den alten Männern umgehen. Es kam anders.</p>
<h4>Verspielt statt zentrale Tugend</h4>
<p>Bereits im Hinspiel verhedderte sich die Elf aus Katalonien mit ihren endlosen Ballstafetten im dichten Abwehrgeflecht der Londoner. Die Blues standen in zwei Viererreihen eng vorm eigenen Tor, setzten ganz auf Konter und den langen Pass auf Stoßstürmer Drogba, der entweder selbst den Abschluss suchte oder auf die ein zwei nachrückenden Spieler ablegte. Ein Konzept, das in beiden Spielen nicht ästhetisch, aber recht erfolgreich war. Barca starb in Schönheit, könnte man sagen. Aber auch, dass sie im Zentrum versagten. </div><div class="column column-12 last">Besonders im Rückspiel, das sich durch einen 2:0-Vorsprung quasi schon zu Gunsten des Guardiola-Teams neigte, wurde das deutlich. Sicher war der Anschlusstreffer durch Ramires vor dem Pausentee etwas unglücklich. Lag aber auch in der Logik des Spiels, das der FC Chelsea auf den Rasen brachte. Ein Knackpunkt war das Tor jedoch nicht, zumal Lionel Messi noch vor der Unterbrechung einen Strafstoß eindrucksvoll ans Gebälk hämmerte.</p>
<h4>In der Mitte entspringt das Tor</h4>
<p>Entscheidend war, das es der Truppe aus Barcelona danach nicht gelang, wirklich gefährlich in den 16er der Blues zu gelangen. Weit aufgerückt schob die Equipe in Blau-Rot den Ball von links nach rechts, von rechts nach links, gerne auch bis zur Grundlinie und dann wieder zurück ins Zentrum. Was fehlte war eine echte Anspielstation in der Gefahrenzone des Gegners. Immer wieder versuchten Fabregas, Xavi, Inesta und die anderen sich in den Strafraum durchzukombinieren. Immer wieder blieben sie in der vielbeinigen Abwehr von Chelsea hängen. Oft hatten die Blues sechs und mehr Kicker auf einer Linie gereiht. Meist bekamen sie einen Fuß an das Spielgerät oder drängten den vorstoßenden Barca-Spieler zurück. Bis etwa zur Hälfte der zweiten 45 Minuten schien es jedoch noch so, als ob irgendwann ein Ball durchrutschen und Barcelona ein weiterer Treffer gelingen könnte. Nach und nach ging jedoch die letzte Zielstrebigkeit trotz Überzahl verloren.</p>
<h4>Zwei ohne spanisches Zentrum</h4>
<p>Ein echter Mittelstürmer hätte den Mannen von Guardiola vielleicht in diesem Match gar nicht so schlecht getan. Zumal Chelsea früh seine Innenverteidigung abhanden ging und nur ungelerntes Personal das Zentrum sicherte. Ein Punkt, der vielleicht auch den Verantwortlichen der spanischen Nationalelf mit Hinblick auf die EURO 2012 zu denken geben sollte. Auch die Verbandsmannschaft neigt durchaus zu niemals endenden Passpassagen. Und interessierte Coaches anderer Länder konnten nicht zuletzt beim erfolgreichen Classico-Auftritt von Real Madrid vor einigen Wochen in der Liga sehen, wie dem iberischen Spiel auf Basis des Barca-Mittelfelds beizukommen ist. Auch das Spiel der Spanier lässt sich unterbinden oder, wie Chelsea weniger ansehnlich zeigte, effektiv zustellen. Barca hat nach dem Ausfall von David Villa keinen echten Strafraum-Spieler. Ein Verlust für die Nationalmannschaft, zumal Real Madrid keine einheimische Alternative für das Sturmzentrum parat hat.</p>
<div id="attachment_1796" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><img class="size-medium wp-image-1796" title="4792324666_9ccd15cab9_b" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/4792324666_9ccd15cab9_b-288x191.jpg" alt="" width="288" height="191" /><p class="wp-caption-text">Spanien auf der Suche nach dem Superstürmer (Flickr, cc: Steve Rhodes)</p></div>
</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-13">
<h4>Zentrale Alternativen</h4>
<p>Nationaltrainer Vincente del Bosque muss seinen Blick schon zur baskischen Konkurrenz oder eben nach England Richtung Chelsea wenden. Bei Athletic Bilbao empfiehlt sich Fernando Llorente mit 17 Ligatreffern als Alternative. Sein Namensvetter Fernando Torres von Chelsea machte immerhin im zweiten Spiel gegen Barca den Sack endgültig mit seinem 2:2 zu. Vielleicht ist das Weiterkommen der Blues unter diesem Aspekt für das Verbandsteam von Vorteil. Unter Umständen bekommt Torres, nur 6 Tore in der aktuelle Premier-League-Runde, eine Chance in der Allianz Arena. Holt er sich dort Selbstbewusstsein und seine verschollene Form zurück? Mit einem Titel im Rücken wäre er sicher wieder stärker einzuschätzen. Über Agilität und mentale Konstitution sollte Llorente aufgrund seiner Leistungen in Liga und Europa League verfügen. Auch er hat noch die Chance auf einen europäischen Titel vor der EM in der Ukraine und Polen. Mit Bilbao trifft er im Finale der EL auf Atletico Madrid. Dort steht auch mit Adrain ein spanischer Mittelstürmer bereit. Der U23-Nationalspieler kann auf eine Europa League Saison mit 10 Toren in 16 Spielen zurückblicken.</p>
<div id="attachment_1793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><img class="size-medium wp-image-1793" title="6850431128_0596def977_b" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/6850431128_0596def977_b-288x162.jpg" alt="" width="288" height="162" /><p class="wp-caption-text">Fernando Torres auf der Suche nach der Form (Flickr, cc: Ben Sutherland)</p></div>
<h4>Ab durch die Mitte zum Finale</h4>
<p>Vergessen sollte del Bosque zudem Roberto Soldado vom FC Valencia nicht. 17 Toren in der Liga führt er in seinem Empfehlungsschreiben an und eine Halbfinalteilnahme in der EL mit seinem Klub. Zuletzt traf er beim Test der Nationalelf gegen Venuzuela gleich dreimal. Treffsichere Mittelstürmer scheint es also auch für das spanische Team zu geben. Mut zum Einsatz, würde ich sagen. Und vielleicht führt der Weg der Spanier durch die CL- und EL-Erfolge seiner Mittelstürmer ein Stück weit über London, Bilbao, Madrid, Valencia und die Finalorte München und Bukarest nach Kiew zur Titelverteidigung.</p>
<p><strong>Artikel, die wir euch außerdem ans Herz legen:</strong></p>
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</ul>
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		<title>Monsieur Platini,</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 17:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Platini]]></category>

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		<description><![CDATA[So wie ich meine Landsleute kenne, erreichen Sie in den nächsten Tagen unzählige Briefe aus der Feder der kicker-Redaktion. Die Bitte: Begnadigung der gelbgesperrten Spieler im Champions League Finale. Monsieur Platini, kommen Sie ihr nicht nach. Die UEFA bestätigte gestern, dass die sechs gelbgesperrten Spieler das Champions League Finale verpassen werden. Die Proteste der Bayern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So wie ich meine Landsleute kenne, erreichen Sie in den nächsten Tagen unzählige Briefe aus der Feder der kicker-Redaktion. Die Bitte: Begnadigung der gelbgesperrten Spieler im Champions League Finale. Monsieur Platini, kommen Sie ihr nicht nach.<span id="more-1771"></span></p>
<p>Die UEFA bestätigte gestern, dass die sechs gelbgesperrten Spieler das Champions League Finale verpassen werden. Die Proteste der Bayern und Londoner stießen auf taube Ohren. Heute versucht es der kicker auf eigene Faust, bzw. mithilfe der Leser. In einem <a title="Offener Brief des kickers an Platini (pdf)" href="http://mediadb.kicker.de/special/Brief_Platini.pdf" target="_blank">offiziellen Brief</a> adressiert Chefredakteur Smentek UEFA-Präsident Platini höchstpersönlich.</p>
<p>Der kicker appelliert in seinem Protest an den Sportsgeist Platinis und argumentiert mit &#8220;stichhaltigen Argumenten&#8221;:</p>
<blockquote><p>Wollen Sie das Spiel der Spiele im europäischen Vereinsfußball, auf das die ganze Welt blickt, sportlich derart abwerten? Das kann nicht im Sinne der UEFA sein! [...] Zeigen Sie, dass bei der UEFA Sportlichkeit an erste Stelle steht und nicht überholte Paragrafen.</p></blockquote>
<p>Nur stichhaltige Argumente fehlen. Der kicker betreibt mit schwammigen Formulierungen Effekthascherei; über stammtischartiges &#8220;Für die Spieler ist das aber doof!&#8221;-Gequängel geht es nicht hinaus. Stattdessen wird gegengerechnet, auf beiden Seiten würden drei begnadigt, das passt.</p>
<h4>Holzfüße bevorzugt</h4>
<div id="attachment_1777" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img class="size-medium wp-image-1777" title="5981417320_7d7e830b40_b" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/05/5981417320_7d7e830b40_b1-288x192.jpg" alt="" width="288" height="192" /><p class="wp-caption-text">Le président n&#39;est pas impressionné! (Flickr, cc)</p></div>
<p>Ungeachtet der Einzelfälle, die sowieso als Tatsachenentscheidung zu buchen sind, würde eine Begnadigung einen scharfen Präzendenzfall schaffen. Wird in Zukunft jeder Treter begnadigt der ein Finale verpasst? Halbfinals würden in muntere Grätschduelle ausarten, wenn die Holzfüße keine Repressalien zu befürchten hätten. Selbst bei taktischen Fouls handelt der Spieler bewusst unsportlich. Eine gelbe Karte nimmt er billigend in Kauf. Sollte nicht auch Terry begnadigt werden, er hat schließlich auch &#8220;viel zum Finaleinzug [seines] Teams beigetragen&#8221; (aus dem Brief).</p>
<h4>10 Italiener für einen Podolski?</h4>
<p>Am lustigsten ist jedoch das Aufwiegen der Spieler gegeneinander und der Appell doch das schönste Spiel möglich zu machen. Badstuber, Alaba und Gustavo auf der einen, sind also sportlich ebenso viel wert wie Ramires, Ivanovic und Mereiles auf der anderen Seite. Ist es sportlich nicht sogar interessanter zu sehen, wie die Teams diese Ausfälle kompensieren? Van Buyten, Rafinha und Tymoshchuk sind nicht unwesentlich schlechter als die &#8220;Stammspieler&#8221;. Wer sagt eigentlich, dass nicht der ein oder andere eh aufgelaufen wäre? Müssten die besten Teams Europas nicht auch eine schlagkräftige Bank haben?</p>
<p>Wieso findet der kicker es eigentlich nötig bei der Aufzählung auch die Nationalitäten der Spieler zu nennen? Der Brief, samt Dienstadresse des UEFA-Präsidenten, ist sicher schon in unzähligen Umschlägen auf dem Weg nach Nyon. Es würde doch hierzulande keiner darüber diskutieren, wenn nur Chelsea von den Sperren betroffen wären. Die hätten halt Pech gehabt. So wie Manchester United &#8217;99 wo im Finale Roy Keane und Paul Scholes gesperrt waren.</p>
<p>Ach, solche Sperren sind doch der Legendenbildung nur zuträglich (ab Minute 4:16):<br />
<object width="640" height="360"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iRe684JCTws?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/v/iRe684JCTws?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Siegen ist modern</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 08:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Sieler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger SV]]></category>
		<category><![CDATA[SV Werder Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburger SV gegen SV Werder Bremen: Derby-Zeit im Norden. Das 96. Aufeinandertreffen der Hansestädte in der Bundesliga gestalteten beide Mannschaften taktisch so anspruchsvoll wie selten. Am Ende gewinnt der SVW weil das Team sich an die Defensiv-Taktik von Thomas Schaaf hält und Tim Wiese einen exzellenten Tag erwischt. Die Ausgangslage für das Match zwischen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburger SV gegen SV Werder Bremen: Derby-Zeit im Norden. Das 96. Aufeinandertreffen der Hansestädte in der Bundesliga gestalteten beide Mannschaften taktisch so anspruchsvoll wie selten. Am Ende gewinnt der SVW weil das Team sich an die Defensiv-Taktik von Thomas Schaaf hält und Tim Wiese einen exzellenten Tag erwischt.</p>
<p><span id="more-1717"></span>Die Ausgangslage für das Match zwischen den Teams aus Hamburg und Bremen versprach ein spannendes Spiel. Angereichert mit allerlei Derby-Atmosphäre ließ sich vor der Partie keine zuverlässige Aussagen darüber treffen, wer die Favoritenrolle bei diesem Vergleich inne haben würde. Werder hatte die letzten vier Spiele nur Unentschieden gespielt, schien gefestigt, aber auch zu stagnieren. Der HSV hingegen hatte die derbe Klatsche gegen Dortmund gut verkraftet, Hertha und den 1. FC Köln knapp geschlagen sowie dem Rekordmeister ein Unentschieden abgetrotzt. Mit einem mulmigen Gefühl und hoffender Zuversicht ging ich also in diesen 22. Spieltag und den Wettstreit um die Nummer 1 im Norden. Der glatte Sieg in der <a href="http://www.rasen-schach.de/2011/09/12/5-spieltag-bremen-hamburg/" target="_blank">fünften Runde der Hinserie</a> gab zwar ein wenig mehr Mut, hatte aber kaum Aussagekraft.</p>
<h4>Taktisch gut eingestellt</h4>
<p>Michael Oenning hieß damals noch der Trainer beim Rivalen aus Hamburg. Kurz danach übernahm Thorsten Fink das Ruder. Und das sieht man auch. Der gebürtige Dortmunder hat der Mannschaft Struktur gegeben, eine erkennbare Spielidee vermittelt und ein Team geformt, das sich vor diesem Spieltag anschickte europäische Ambitionen zu entwickeln. Doch genau in seiner Konzepttreue lag für Thomas Schaaf die Chance, die seine Equipe am Samstag nutzen sollte. „Alles ist genauso eingetreten, wie es uns gesagt wurde“, erklärte Marko Marin nach dem Match der Süddeutschen Zeitung. Stets haben er und seine Kollegen gewusst, wie der HSV aus einer 3er-Kette heraus das Spiel eröffnet. Bekannt sei auch gewesen, wer sich zurückfallen lässt und wer sich Richtung Angriff orientieren würde.</p>
<h4>Über die Außen spielen</h4>
<p>Thorsten Fink verpackt eine gute Idee im Spielaufbau beim HSV in ein altbekanntes Rezept: Hat seine Elf den Ball und ist im Angriff, lässt er das Spiel überlegt aus einer 3er-Kette entwickeln. Zwischen linken und rechten Innenverteidiger fällt einer der beiden defensiven Mittelfeldspieler in seiner 4-4-2-Taktik zurück. Am Samstag übernahm diesen Part in der ersten Halbzeit fast ausschließlich Tomas Rincon. Gleichzeitig rücken die Außenverteidiger an den Seitenlinien bis auf Höhe der Mittellinie vor. In diesen Situationen wandelt sich das System zu einem 3-5-2 mit einem sehr breit gestaffelten Mittelfeld, da nur der zweite 6er – gegen Bremen zumeist David Jarolim – das Zentrum um den Mittelkreis besetzt. Beide äußeren Mittelfeldspieler des HSV boten sich im Vergleich mit dem SVW zumeist am Flügel an. Es sollte also über die Seite gehen und somit die Spieler-Verdichtung der Werder-Raute im Zentrum umgangen werden.</p>
<div id="attachment_1739" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Wieses-Wohnzimmer.jpg"><img class="size-medium wp-image-1739" title="Wieses Wohnzimmer" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Wieses-Wohnzimmer-288x207.jpg" alt="" width="288" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">HSV-Arena = Wieses Wohnzimmer?</p></div>
</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-16">
<h4>Lasst sie machen</h4>
<p>Dumm nur, dass Werder-Coach Thomas Schaaf seine elf Mann optimal darauf vorbereitet hatte und darauf abzielte das Spiel des HSV über die Außen zu unterbinden. Er konterte Finks Taktik mit einer überraschend defensiven Ausrichtung. Anders als gewohnt lauerte das Team der Grün-Weißen auf Gegenstöße und gab den Ballbesitz weitestgehend an die Rothosen ab. 66,2 Prozent zu 33,8 Prozent gab die Statistik in puncto Ballbesitz für die Hamburger am Schluss an. In einigen Abschnitten der Partie lag dieser Anteil deutlich über der 70-Prozent-Marke. Die Fink-Elf spielte auch knapp mehr als doppelt so viele Pässe wie die Truppe von Schaaf.  Dabei ließ Werder dem zurückfallenden Rincon sowie den Innenverteidigern Slobodan Rajkovic und Heiko Westermann im ersten Drittel reichlich Platz für ihre Ballstafetten und Seitenwechsel. Zusammen kamen die drei mit 219 Pässen auf fast die Hälfte der insgesamt 556 Zuspiele der Hamburger. Und das obwohl Rincon bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde.</p>
<div id="attachment_1723" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Thomas-Schaaf-SV-Werder-Bremen.jpg"><img class="size-medium wp-image-1723  " title="Thomas Schaaf SV Werder Bremen" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Thomas-Schaaf-SV-Werder-Bremen-192x288.jpg" alt="Werder-Coach Thomas Schaaf" width="230" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">3er-Kette? Kenn ich noch von König Otto!</p></div>
<h4>Zwei mal drei</h4>
<p>Schaaf ließ sein Team in einer äußerst beweglichen Form seiner Rauten-Taktik auftreten. Bei Ballbesitz HSV und Spielaufbau über die Finksche Dreierreihe stellte die Werder-Elf oft zwei 3er-Ketten ab der Mittellinie dagegen. Die erste Reihe wurde von den zwei Stürmern Claudio Pizarro und Markus Rosenberg sowie Marko Marin gebildet. Ihre Linie stand zumeist eng, etwa im Abstand von zehn Metern. Der 10er Marin wechselte dabei häufig mit Rosenberg – der ein starkes Spiel machte – die Position. Sodass Rosenberg auch das 1:0 von Marin von der rechten Flanke aus vorbereiten konnte. Gefolgt wurde diese Reihe von einer zweiten dahinter, die meist etwas breiter stand. Sie deckte die weit aufgerückten Außenverteidiger des HSV auf den Flügeln ab, um schnelle Seitenwechsel zu unterbinden. Zlatko Junuzuvic auf rechts und Tom Trybull auf links gingen dafür auf Höhe des Werder-6ers Philipp Bargfrede.</p>
<h4>Nicht über außen</h4>
<p>Das Schema zeigt eine typische Situation aus der ersten Halbzeit. Nach dem Versuch von Rincon das Spiel über Rajkovic zu eröffnen, wird dieser auf Höhe der Mittellinie von Marin angegriffen. Der Passweg auf Jansen auf dem linken Hamburger Flügel ist dadurch verstellt. Rajkovic entschließt sich für den Rückpass auf Rincon. Gleichzeitig sieht Aogo den Raum zwischen den beiden Bremer Dreierreihen und bietet sich dort an. Rincon wird ihn dort anspielen, während Jansen auf die bisherige Aogo-Position vorrückt. Aogo bekommt den Ball und steht zwischen den beiden 3er-Ketten des SVW. Fritz hat derweil die Anspielstation Jansen zugestellt und alle Spieler der Grün-Weißen in der Nähe sind mit dem Gesicht zum ballführenden Aogo orientiert, der zwar den Ball hat, aber keine Anspielstationen. Hinten rum heißt also die Devise, das Zentrum (schraffiert) lassen die Hamburger seltsam leer.</div><div class="column column-17"></p>
<div id="attachment_1718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 311px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-hsv-vs-svw.png"><img class="size-large wp-image-1718" title="21.Spieltag-hsv-vs-svw" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-hsv-vs-svw-301x494.png" alt="HSV SVW Taktik" width="301" height="494" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bremer Defensiv-Taktik: Zwei Dreierreihen erschweren dem HSV das Spiel breit zu machen und Werder über die Flügel anzugreifen.</p></div>
<h4>Dynamisch und wechselhaft</h4>
<p>Beide Mannschaften zeigten sich in ihren taktischen Aufstellungen äußerst variabel, hielten dabei jedoch die von den Trainern vorgegebene Grundstruktur konsequent ein. In den Offensivaktionen wechselten die Grün-Weißen in die bekannte Rauten-Formation mit all ihren Wechselspielen zwischen den Mittelfeldspielern und Stürmern. Sodass Marin bald mit Rosenberg die Positionen tauschte oder mit Junuzovic die Aufgaben wechselte. Feste Absicherung war dabei stets Philipp Bargfrede, der wie so oft bei Marin-Auftritten als reiner Abräumer vor der Abwehr agierte. Auch auf HSV-Seite gab es muntere Wechselspiele, bald übernahm Aogo die Stelle von Jaromlim, der dafür auf die Außenbahn ging. Mal zog es Westermann weit nach vorne und Diekmeier sicherte. An der Grundordnung änderte sich dabei auf beiden Seiten wenig.</p>
<div id="attachment_1725" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/HSV-Raute.png"><img class="size-medium wp-image-1725" title="HSV Raute" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/HSV-Raute-288x193.png" alt="" width="288" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">In der zweiten Hälfte sogar manchmal auf dem Platz zu sehen: die HSV-Raute</p></div>
<h4>Taktik und Taktlosigkeit</h4>
<p>Erst zur zweiten Halbzeit wechselte Fink seinen Ansatz. Er nahm Rincon raus und brachte dafür Ilicevic. Jarolim ließ sich nicht mehr allzu oft wie bisher Rincon auf die Höhe von Rajkovic und Westermann zurückfallen, so dass die nomielle Viererkette des HSV häufig auch im Spielaufbau als solche auftrat.  Mitunter ließ sich im Mittelfeld des HSV nach den Einwechslungen von Heung Min Son und Tolgay Arslan so etwas wie eine Raute erkennen. Doch auch das brachte dann keine entscheidenden Veränderung mehr für die Hamburger. Während die Werderaner eine ihrer besten Leistungen in der 49. Spielzeit der Bundesliga aufs Grün brachten, schlugen die Rothosen sich auch zu einem großen Stück selbst. Vorne scheiterten Mladen Petric und Paolo Guerrero mehrfach an Wiese und dem Gehäuse, hinten war Slapstick angesagt. Die Mannschaft verlor den Tritt und ihren Takt. Sinnbildlich dafür das Nimm-du-ihn-ich-hab-ihn-sicher-Tor vom eingewechselten Bremer Marko Arnautovic in der 86. Minute, einem Zeitpunkt, zu dem die Hamburger noch einmal die Chance auf ein Remis witterten.</p>
<p>Bilder: *<a href="http://www.flickr.com/photos/achimh/">achimh</a>; **<a href="http://www.flickr.com/photos/st3f4n/">stefan</a>; ***<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Steindy">steindy</a>; ****<a href="http://piqs.de/fotos/13083.html">die-raute-im-herzen-on-piqs.de</a></p>
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		<title>Battle of Manchester</title>
		<link>http://www.rasen-schach.de/2012/02/16/battle-of-manchester/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=battle-of-manchester</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 21:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester City]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester United]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein United-Fan blockiert den Bau von Citys neuem Trainingsgelände. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein lustiger Nachbarschaftsstreit. Doch es ist eine (fast) verpasste Chance für einen ganzen Stadtteil &#8211; und Abzocke. Dass sich die beiden großen Teams aus Manchester nicht besonders mögen, dürfte jedem Freund des Inselfußballs bekannt sein. Auch die Fans sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein United-Fan blockiert den Bau von Citys neuem Trainingsgelände. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein lustiger Nachbarschaftsstreit. Doch es ist eine (fast) verpasste Chance für einen ganzen Stadtteil &#8211; und Abzocke.<span id="more-1701"></span></p>
<p>Dass sich die beiden großen Teams aus Manchester nicht besonders mögen, dürfte jedem Freund des Inselfußballs bekannt sein. Auch die Fans sind sich selten wohlgesonnen. Wenn man dann dem &#8220;noisy neighbor&#8221; beim Bau einer neuen Trainingsanlage in die Quere kommen kann, ist man schnell united. Im Osten Manchesters formiert sich roter Widerstand.</p>
<div id="attachment_1704" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/5307523573_72183d25aa_b1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1704" title="5307523573_72183d25aa_b" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/5307523573_72183d25aa_b1-288x191.jpg" alt="" width="288" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: hm-photo, Flickr, cc-Lizenz</p></div>
<p>Die Nachricht, wie sie vor ein paar Tagen durch den Eurotunnel kam: <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,815286,00.html" target="_blank">United-Fan blockiert Ausbau von City-Trainingsgelände</a>. Shaun O&#8217;Brian, glühender Anhänger der Red Devil, streubt sich gegen den Verkauf eines Gründstücks mitten im geplanten Trainingsgelände an Manchester City. Er fühlt sich von den blauen Vereinsoberen ungerecht behandelt, sieht im vorliegenden Angebot keinen fairen Preis. Nun verkauft er seine Scholle an andere United-Fans, damit City sich mit zahllosen Eignern rumschlagen muss und so nicht das geplante Trainingscenter bauen kann.</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-19"></p>
<p>Doch ganz so einfach ist es nicht. Im Dezember gab die Stadtverwaltung von Manchester, der Council, <a href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/teams/manchester-city/8974191/Manchester-Citys-future-looking-brighter-after-planning-permission-granted-for-training-facility.html" target="_blank">grünes Licht für Citys Pläne</a>. Das neue Trainingsgelände im Osten Manchesters ist eines der ambitioniertesten Projekte im englischen Fußball. Ein Trainingsgelände mit 17 (!) Rasenplätzen würde entstehen. Alle Teams der Citizens, von der ersten Mannschaften bis zu den Jugendmannschaften sollen hier eine zentrale Trainingsstätte im Bezirk des MCFCs beziehen. Noch trainieren die Profis in Carrington, ein Stadtteil im äußeren Manchester, wo auch United stationiert ist.</p>
<p>Die strukturschwache Nachbarschaft würde mit dem neuen Gelände nicht nur sein Team bekommen, sondern auch ein Projekt, das für einen Aufschwung sorgen könnte. Arbeitsplätze und Konstruktionskosten (im neunstelligen Bereich) würden in der Region bleiben. Die &#8220;<a href="http://www.manchestercityfootballacademy.co.uk/the-site/" target="_blank">Regeneration</a>&#8221; der Nachbarschaft war einer der Schlüsselpunkte des Vorschlags an die Stadtverwaltung. Nun blockiert O&#8217;Brian mit dem Kauf seines Grundstücks auch den Start des Vorhabens.</p>
<p>Auf seiner Website <a href="http://www.uniteagainstcity.co.uk/" target="_blank">uniteagainstcity.co.uk</a> sucht er Mitstreiter. Ihm passte weder Höhe des City-Angebots, knapp 1 Million Pfund für Land und Umzug, noch die Art und Weise des Vortrags seitens der Mittelsmänner. Sein (<a href="http://www.placenorthwest.co.uk/news/archive/9565-manchester-city-details-first-phase-of-etihad-candus.html" target="_blank">brachliegendes</a>) Stück Erdreich hat er nun in 18.500 Parzellen zu 0,1 Quadratfuß unterteilt, die er zu 250 Pfund das Stück an andere United-Fans verkauft. Damit käme er auf  4.625.000 Pfund.</p>
<p>Was passiert nun? Die Stadtverwaltung kann eine &#8220;Compulsory purchase order&#8221; durchführen, zu deutsch: Zwangsenteignung. Im Britischen Recht geht das immer dann, wenn die Behörden der Meinung sind, dass eine Entwicklungsvorschlag dem öffentlichen Wohl dienen würde. Das hier geltend zu machen, ist sicher eine Formalie. Die Stadt zahlt die Eigentümer dann zu einem Bruchteil des eigentlichen Landwertes aus. Das ist dann aber nicht mehr O&#8217;Brians Problem, er hat bis dahin Millionen verdient. Laut eigener Aussage seien schon die meisten der Parzellen verkauft.</p>
<p><object width="640" height="360"><param name="movie" value="https://www.youtube.com/v/YCffa-GVfNw?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/v/YCffa-GVfNw?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Werder verliert standard-gemäß zwei Punkte</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 20:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Sieler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffenheim]]></category>
		<category><![CDATA[SV Werder Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Spiele nicht gewonnen, die nächste Pokalrunde verpasst. Unruhe und Unsicherheit, ein neuer Trainer mit neuer Taktik: die TSG aus Hoffenheim erschien als perfekter Punktelieferant für den heimstarken SV Werder Bremen. Wenn der Ball ruht, wird’s gefährlich. Rund ein Drittel aller Tore entstehen nicht aus dem Spiel heraus. Das zeigt die Statistik der Opta Sport [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Spiele nicht gewonnen, die nächste Pokalrunde verpasst. Unruhe und Unsicherheit, ein neuer Trainer mit neuer Taktik: die TSG aus Hoffenheim erschien als perfekter Punktelieferant für den heimstarken SV Werder Bremen.<br />
<span id="more-1671"></span></p>
<p>Wenn der Ball ruht, wird’s gefährlich. Rund ein Drittel aller Tore entstehen nicht aus dem Spiel heraus. Das zeigt die Statistik der Opta Sport Daten AG für die Vorsaison. Jeder dritte Treffer fiel 2010/2011 nach einer Standardsituation. Etwa 35 Prozent davon schlugen nach Ecken ins Gehäuse ein. Kaum verwunderlich also, dass Trainer die Standards von der Spielfeldkante in ihre Offensiv-Taktik einbeziehen und spezielle taktische Vorgaben für die Verteidigung machen. Das heißt jedoch nicht, dass ihnen die Spieler immer darin auch folgen.</p>
<h4>Werder eckt an</h4>
<p>Ein schönes Beispiel für das Missverhältnis von Trainervorgabe und spielerischer Umsetzung gab der SV Werder Bremen im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Wie in den vergangenen Partien der Rückrunde gingen die Nordlichter nur mit einem Punkt vom Feld. Standard-gemäß: Denn sowie gegen Kaiserslautern, Leverkusen und Freiburg fingen sich die Grün-Weißen den Gegentreffer nach einem Eckstoß ein. Insgesamt war es im Spiel gegen die Elf von Markus Babbel schon der achte ruhende Ball in dieser Saison, der von der Eckfahne den Weg ins Werder-Tor fand.</p>
<h4>Ausgeglichene Taktik</h4>
<p>Bereits nach sechs Minuten lagen die Bremer durch die Ecke mit 0:1 zurück. Ein schwerer Rucksack für das Werder-Spiel. Markus Babbel hatte seine Mannschaft optimal gegen das heimstarke Team von Thomas Schaaf eingestellt. Es gab wenige Räume, die nicht ein Hoffenheimer besetzte. Zwar ließ die Babbel-Elf die Viererkette des SVW beim Spielaufbau weitestgehend in Ruhe, nur ab und an wurde die Reihe um Sokratis und Affolter attackiert, dafür machte die TSG das Mittelfeld dicht. Die Werder-Raute mit Bargfrede und Ekici hatte selten den Platz, um Spielzüge zu initiieren. Gefährlich wurde es nur, wenn die Spieler die Bälle nicht annahmen, sondern sofort weiterleiteten.</p>
<h4>Wenig Raum für beide Teams</h4>
<p>Auf der anderen Seite ließ auch Bremen wenig zu. Wie die TSG-Elf verschob die Equipe von Schaaf konsequent. Ballverluste im engen Mittelfeld konnten immer wieder durch schnelles Umschalten in die Defensive und eine wache Viererkette abgefedert werden. Bei den wenigen Chancen der Hoffenheimer war Wiese und einige Male auch das Glück zur Stelle. Etwa zehn Minuten nach dem Führungstreffer der Babbel-Gruppe bekam das Werder-Team die Partie dann in den Griff, ohne wirklich überlegen zu sein. Ekici konnte sich leider erneut nicht als Lenker im Mittelfeld etablieren. Junuzovic wirkte rechts in der Raute durchdachter und gefährlicher. Nach der Pause kam Marin für Ekici. Fortan wechselten die Rauten-Spieler häufig die Positionen, die Aktionen wurden agiler, jedoch fehlte die Torgefahr.</div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-21"></p>
<h4>Normal für Standards</h4>
<p>Vom Verlauf her war das Match eine jene Partien, für die Standards geschaffen wurden. „Gerade in ausgeglichenen Spielen […] ist die Wahrscheinlichkeit enorm hoch, das Spiel mit einem Standard für sich zu entscheiden“, wie Udo Lindenlaub treffend auf <a href="http://www.soccer-warriors.de/2011/03/07/standardgemaess/">Fritten, Fußball &amp; Bier</a> formuliert. Warum ist das so? Ein ruhender Ball bringt für beide Mannschaften eine andere Situation als im Spielfluss. Je näher der Standard am gegnerischen Tor ist, desto mehr weichen die taktischen Strukturen auf: Abwehr, Mittelfeld und Sturm, linker oder rechter Flügel sowie der bisherige Gegenspieler verlieren an Bedeutung – sowohl für die Verteidiger wie für die Angreifer. Während bei einem Freistoß aus dem Halbfeld die Innenverteidiger der Offensivmannschaft meist auf dem Posten bleiben, nutzen sie bei Eckbällen die Gelegenheit, in den gegnerischen 16er vorzustoßen. Ein Zone, die sie mitunter im normalen Spielgeschehen nie betreten würden.</p>
<div id="attachment_1686" class="wp-caption aligncenter" style="width: 504px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/ecke.png"><img class="size-large wp-image-1686" title="ecke" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/ecke-494x176.png" alt="" width="494" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Für drei einen Elfer? Werder wäre wohl einverstanden.</p></div>
<h4>Bekannte Gefahren</h4>
<p>Die Gefahr kennt auch Thomas Schaaf und so hatte er gemeinsam mit der Mannschaft versucht, für das Spiel gegen die TSG Antworten darauf zu finden. Markus Babbel machte es seinem Kollegen dabei eigentlich recht einfach, da er mit Srdjan Lakic nur einen Stürmer aufbot. Um diesen sollte sich bei Standards der Innenverteidiger Sokratis kümmern. Das gelang ihm bei ruhenden Bällen ganz gut und auch im Rest des Spiels sah Lakic kaum Land. Nur ein Schuss, der aber nicht aufs Tor ging verzeichnet die Statistik zum Spiel. Zusätzlich kopfballstarke Mittelfeldspieler hatten die Hoffenheimer bspw. mit Weis und Firmino nicht gerade aufzubieten. Als nächst größere Gefahr für das eigene Tor bei Ecken und Freistößen machte der Werder-Coach deshalb richtigerweise den TSG-Innenverteidiger Jannik Vestergaard aus. Bei Standards sollte sich der zweite Bremer Innenverteidiger Francois Affolter um ihn kümmern. Das gelang leider mehrfach nicht konsequent genug und Vestergaard nickte zur Führung für Hoffenheim ein.</p>
<div id="attachment_1678" class="wp-caption aligncenter" style="width: 504px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim-ecke-11.png"><img class="size-large wp-image-1678 " title="21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim - ecke 1" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim-ecke-11-494x225.png" alt="" width="494" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schema 1: Aufstellung für die Ecke von Rudy</p></div>
<h4>Die Situation im Blick?</h4>
<p>Die Ecke: Eigentlich alles richtig gemacht (Schema 1). Affolter hat Vestergaard auf dem Schirm, neben ihm ist Sokratis, der Lakic im Visier hat. Links verstärken Arnautovic und Hartherz, die den Hoffenheimer Vukcevic decken. Auf rechts steht Fritz bereit, der Compper im Blick behalten soll. Lakic und Vestergaard laufen beim Eckball von Rudy in den 16ern ein. Sokratis geht mit Lakic, Affolter ist nah an Vestergaard, der zur Ecke des Strafraums zu laufen scheint, um eine kurze Ecke zu verlängern. Hier der Fehler (Schema 2): Affolter nimmt die Geschwindigkeit von Vestergaard auf, ist vor ihm und verliert Vestergaard im Rücken aus den Augen. Vestergaard stoppt ab und verschafft sich so etwa einen Meter Abstand zu Affolter, in seinem Rücken ist Bargfrede etwa gleich weit entfernt. Vestergaard ist völlig frei – Flanke, Kopfball, Tor. So einfach.</p>
<div id="attachment_1679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 504px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim-ecke-21.png"><img class="size-large wp-image-1679 " title="21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim - ecke 2" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/21.Spieltag-svw-vs-tsg-hoffenheim-ecke-21-494x225.png" alt="" width="494" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schema 2: Affolter läuft Vestergaard davon</p></div>
<h4>Nicht ruhig bleiben</h4>
<p>Ruhende Bälle von der Eckfahne liegen Werder gar nicht. Ähnlich fiel beispielsweise das 1:1 im Spiel gegen den SC Freiburg am 20. Spieltag durch Makiadi. So anfällig die Bremer bei Ecken aufs eigene Tor sind, so ungefährlich sind sie hingegen bei eigenen Aktionen vor des Gegners Tor. Hier besteht einiger Nachholbedarf, will man zum einen die fast 25 Prozent Gegentore durch Ecken abstellen und mehr aus den eigenen Standards machen. Denn, auch wenn die direkten Freistöße von Ekici – wie gegen Hoffenheim – gefährlich aufs Gehäuse kommen, so landen sie meistens nicht in ihm. Das deckt sich wiederum mit der Statistik, wonach nur etwa 7 Prozent der Standard-Tore der Vorsaison aus direkten Freistößen entstanden. Vernünftige Ecke böten da einiges mehr an Potenzial.</p>
<p>Bilder: *<a href="http://www.flickr.com/photos/hectoralejandro/3520801818/sizes/l/in/photostream/">hectorir</a>, **<a href="http://www.flickr.com/photos/joncandy/3916310402/sizes/l/in/photostream/">joncandy</a></p>
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		<title>Dortmunder Spielaufbau fast erfroren</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Spielaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dortmund konnte gestern Abend im Titelkampf vorlegen. Bei frostigen Minusgraden kam der amtierende Meister nur langsam auf Betriebstemperatur, was nicht zuletzt am Gegner lag. Ein Blick auf den Spielaufbau der Borussen gegen Nürnberg. Mats Hummels brachte es nach dem Spiel via Facebook auf den Punkt: einKampf, ein Fight! Soll es ja auch manchmal geben war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dortmund konnte gestern Abend im Titelkampf vorlegen. Bei frostigen Minusgraden kam der amtierende Meister nur langsam auf Betriebstemperatur, was nicht zuletzt am Gegner lag. Ein Blick auf den Spielaufbau der Borussen gegen Nürnberg.<span id="more-1657"></span><br />
Mats Hummels brachte es nach dem Spiel <a href="http://www.facebook.com/Mats.Hummels/posts/365310423479042" target="_blank">via Facebook</a> auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>einKampf, ein Fight! Soll es ja auch manchmal geben <img src='http://www.rasen-schach.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
war ganz wichtig, dass wir nach dem schlechten Beginn gezeigt haben, dass wir dieses Sieg unbedinbgt wollten![...]</p></blockquote>
<p>Was Jupp Heynckes als <a href="http://www.merkur-online.de/sport/fc-bayern/unprofessionell-heynckes-rueffel-timoschtschuk-meta-1576780.html" target="_blank">unprofessionelle Kinkerlitzchen</a> bezeichnet und Mats alter Deutschlehrerin die Schamesröte ins Gesicht schießen lässt, bestätigt den Eindruck von Außen: Die Dortmunder hatten zu Beginn des Spiels ihre liebe Müh mit den Gastgebern. Die Probleme begannen dabei schon im Spielaufbau um Hummels und Subotic. Auch Neu-Glubberer Hanno Balitsch frohlockte in der Halbzeitpause:&#8221;Den Hummels haben wir bisher komplett aus dem Spiel genommen&#8221;. Dortmund wäre aber nicht Meister, wenn sie nicht auf gut eingestellte Gegner reagieren könnten.</p>
<div id="attachment_1665" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Untitled-11.png"><img class="size-medium wp-image-1665" title="Untitled-1" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/Untitled-11-288x183.png" alt="" width="288" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kieler warten schon auf den Meister... (Foto: Watt_Dabney, Flickr, cc-Lizenz)</p></div>
<p>Aber der Reihe nach. Die Nürnberger begannen in ihrem 4-1-4-1 diszipliniert und mit hohem Druck auf die Dortmunder Innenverteidigung. Nun sind Subotic, der als einziger gestern kurzärmlig antrat(!?), und besonders Hummels keine Holzfäller, sondern können auch mit dem Ball am Fuß umgehen. Die Anspielstationen aus dem zentralen Mittelfeld fehlten aber. Spielten Hummels und Subotic auf die Außen, bekamen sie den Ball postwendend zurück. In der Zentrale war Bender sehr offensiv orientiert, sodass es für die Nürnberger leicht war, gegen Kehl Überzahlsituationen zu schaffen. </div><div class="fix column-clear"></div><!--/.fix column-clear-->
<div class="column column-23"></p>
<div id="attachment_1661" class="wp-caption alignright" style="width: 311px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/20_fcn_bvb_001.png"><img class="size-large wp-image-1661" title="20_fcn_bvb_001" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/20_fcn_bvb_001-301x494.png" alt="" width="301" height="494" /></a><p class="wp-caption-text">Schema 1</p></div>
<p>Schema 1 zeigt, dass die Laufwege in der Zentrale noch nicht stimmten. Ein Szene aus der 8. Minute: Subotic hat den Ball, spielte Piszczek an und bekam den Ball sofort wieder. Piszczek entzieht sich aus allen Verantwortungen des Aufbauspiels und startet einfach mal an der rechten Seite durch. Währenddessen sind sowohl die Wege auf Kehl und Bender zugestellt, als auch die Variante Querpass zu Hummels riskant, ob des lauernden Pekharts. Nun läuft Kehl in die Spitze. Bender rotiert auf Kehls Position, anstatt wie vom System vorgegeben den verwaisten Raum hinter Piszczek einzunehmen (schraffiert). Subotic zögert, wird vom Gegenspieler unter Druck gesetzt und entscheidet sich für einen verunglückten Pass in den Rücken von Hummels. Weidenfeller muss klären und drischt den Ball in die Spitze.</p>
<p>Diese Szene mal symptomatisch für die Anfangsprobleme der Dortmunder. Dass sie den Ball nicht konstuktiv nach vorne tragen, bringt dann auch die Nürnberger häufiger vor&#8217;s eigene Tor. Trotz der Temperaturen dürfte Weidenfeller in dieser Phase kräftig ins Schwitzen geraten sein. Nur eine Portion <del>Bayern</del>Meisterdusel bewahrten Dortmund hier vorm Gegentor. Hlouseks Standards sorgten ständig für Gefahr, eine der Ecken hätten aus Nürnberger Sicht zum Führungstreffer führen müssen. So verpuffte dann auch die Anfangseuphorie im Nürnberger Spiel nach und nach. Hatte man Mitte der ersten Hälfte noch zwei Drittel der Zweikämpfe gewonnen, lag nach dem Spiel Dortmund knapp vorn.</p>
<div id="attachment_1663" class="wp-caption alignright" style="width: 311px"><a href="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/20_fcn_bvb_002.png"><img class="size-large wp-image-1663" title="20_fcn_bvb_002" src="http://www.rasen-schach.de/wp-content/uploads/2012/02/20_fcn_bvb_002-301x494.png" alt="" width="301" height="494" /></a><p class="wp-caption-text">Schema 2</p></div>
<h4>Dortmunder Spielaufbau läuft warm</h4>
<p>Die Einwechslung von Moritz Leitner für den erneut verletzten Sven Bender brachte in der 22. Minute auch etwas mehr Struktur ins Dortmunder Spiel. Besonders Kehl drehte nun auf und machte nicht nur dank seines Tores ein gutes Spiel. Aber auch im Spielaufbau des Meisters tat sich was: Shinji Kagawa wurde stark mit einbezogen. Das Aufbauspiel wurde so viel flexibler. In Schema 2 habe ich das für einen Ballbesitz beim rechten Innenverteidiger festgehalten. Kehl, Leitner und Kagawa rotierten nach Leitners Einwechslung, aber besonders in Hälfte 2 ihre Positionen ständig. War der Ball wie hier beim rechten Innenverteidiger, startete der rechte Außenverteidiger durch. Nun ließ sich einer der &#8220;Sechser&#8221; entweder auf die verwaiste Abwehrseite fallen (was ja anfangs nicht funktionierte) oder, was bei Kagawa häufig der Fall war, zwischen die beiden Innenverteidiger. In Variante 1, also Sechser auf Außen, verschob sich die gesamte Dortmunder Mannschaft auch auf diese Seite (im Schema angedeutet, LV und LA sind bereits leicht eingerückt). Spielte der Sechser dann auf den Außenverteidiger weiter, hatten die Borussen mit den drei Zentralen, Außenverteidger und Flügelspieler fünf Mann auf einem Flügel.</p>
<h4>Dortmunder Taktik variantenreich</h4>
<p>Variante 2 bietet sogar noch mehr Möglichkeiten, da man sich hier noch nicht auf eine Seite festgelegt hat. Einer der Sechser lässt sich in die Innenverteidigung fallen und hat nun wie eine Art Libero alle Optionen vor sich. Sehr schön sah man das in der Entstehung des 0:1. Hier schnappte sich Leitner als letzter Mann den Ball, trug ihn zunächst selbst nach vorne, Kagawa ließ sich fallen, kam ihm entgegen. Nach ein paar Pässen auf dem linken Flügel, war die Mittelfeldzentrale in einer hohen Position in der gegnerischen Hälfte und Leitner konnte mit einem langen Ball auf die andere Seite das Tor einleiten. Da Leitner und Kagawa sich die Aufgaben hinten geteilt hatten, war Kehl frei, stieß in den Strafraum und markierte den Führungstreffer.</p>
<p>Schön zu sehen ist, wie gut auch Leitner als Ergänzungsspieler das System verinnerlicht hatte. Sicher auch einer der Gründe warum er und nicht Gündogan für Bender eingewechselt wurde. Zwar müssen noch einige Unsicherheiten im Dortmunder Spiel abgestellt werden und über die Torausbeute wird Jürgen Klopp erneut unzufrieden sein. Aber das erste Spiel in der Rückrunde ohne Gegentor und erneut drei Punkte ohne SuperMario Götze sind ein weiterer Schritt nach vorne im Meisterkampf. Dortmund hat vorgelegt. Wie reagieren die Konkurrenten?</p>
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