Von Philipp Obloch
4-4-2
Die Basis aller modernen Systeme. Beherrscht man die positionsspezifischen Aufgaben in diesem System, fällt die Umstellung auf andere moderne Systeme nicht mehr schwer.
Der Klassiker ist das 4-4-2 mit einer Raute oder mit einer flachen Viererkette im Mittelfeld. Eine Raute im Mittelfeld bedeutet dabei meist die offensivere Variante. Hinter zwei beweglichen Stürmern sollen möglichst alle Mittelfeldspieler kreativ am Spiel teilnehmen und Torgefahr erzeugen. Wichtig dabei, dass die Außenverteidiger die vorhandenen Räume an den Seitenlinien für Offensivaktionen nutzen.
Bei einem Mittelfeld mit vier Spielern auf einer Linie, steht eine gute Grundordnung beim Spiel gegen den Ball meist im Mittelpunkt. Das Zentrum ist doppelt besetzt, was dem Gegner in Tornähe wenig Raum zum Kombinieren lässt. In vielen Fällen versuchen Mannschaften bei eigenem Ballbesitz eine Rautenformaion hinter zwei echten Spitzen zu bilden und bei gegnerischem Ballbesitz zwei flache Viererketten hintereinander zu organisieren.

4-2-3-1
Mittlerweile das im europäischen Spitzenfußball favorisierte System. Im 4-2-3-1 hat eine Mannschaft den großen Vorteil, zu fast jedem Zeitpunkt in einer guten Grundordnung zu agieren. Das Zentrum vor der Abwehrkette ist doppelt besetzt und die Außenbahnen sind schnell zugestellt. In der Offensive ist immer mindestens ein defensiver Mittelfeldspieler als Absicherung vorhanden; durch die Flügelspieler wird die gegnerische Deckung auseinandergezogen. Um in diesem System kreativ und unberechenbar nach vorne zu spielen, sind aber entweder technisch überragende Außenspieler (z.B. Robben, Messi, Ribery) oder eine große Flexibilität vonnöten. Die Flügelspieler agieren bei eigenem Ballbesitz quasi als Stürmer, bei gegnerischem Ballbesitz als Mittelfeldspieler. Von Ihnen wird also enorme Laufbereitschaft und taktische Disziplin verlangt.

4-3-3
Wird eine Mannschaft im 4-3-3 im Mittelfeld mit zwei defensiven und einem offensiven Mittelfeldspieler aufgestellt, handelt es sich nur um eine leichte Abwandlung zum 4-2-3-1. Der Übergang ist fließend und die exakten Aufgabenbeschreibungen der einzelnen Positionen hängen stark von der jeweiligen Trainerphilosophie ab.
Wirklich offensiver ist eine Mannschaft, wenn im 4-3-3 ein Sechser hinter zwei offensiven Mittelfeldspielern agiert. Dieses System verlangt nach effektivem Angriffsfußball und aggressivem Pressing in der gegnerischen Hälfte.
